Der "Wilde Garten" Ort der Fülle ". 2. Newsletter 2019 Rückblick in Dankbarkeit

„Komm wir schaffen einen Garten in dem wir….“
Liebe Freunde des Wilden Gartens,
die Frühjahrsausgabe dieses Newsletters startete mit dem schönen Zitat „Wer anderen eine Blume sät, blüht selber auf“. Wir haben dieses Jahr ganz viele Blumen gesät, für Euch alle war eine dabei.

Der Wilde Garten hat uns dieses Jahr jede Menge abverlangt, aber auch jeden Tag mit Freude erfüllt. Wir sind dankbar, so reich beschenkt worden zu sein, dankbar dafür, was er alles an uns zurückgibt, dankbar für viele gemeinsame in Geselligkeit verbrachte Stunden. Nun geht der Wilde Garten langsam aber sicher in den Winterschlaf, es kehrt Ruhe ein, bis er im Frühjahr zu neuem Leben erwacht. Bis dahin, kommt gut durch den Winter und schöpft Kraft für das Neue!
Herzlich,Xenia, Susanne und Anja
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Was alles so geschah in einem Jahr Das wäre jetzt zu viel zu berichten…..Vielleicht nur ein paar wenige Highlights:
Wir haben IRGENDWIE das Dach der kleinen Scheune abgedeckt und einen Schaffensraum für uns errichtet. Es ist toll, wenn man so einen Werkelraum hat…

Wir haben mal eben unseren Pizza-Ofen wiederaufgebaut…..Anja hat bei Patrick gejammert und er hat ganz pragmatisch gesagt: „Ich frag mal das Internet, was man für den Aufbau so benötigt und dann machen wir das“. So einfach.

Wir haben für die Bienen einen Teich gebaut. Naja, ein bisschen auch für uns. Dafür wurde schwer gebuddelt, in den Weinberg gefahren (mit Erlaubnis), Steine geschleppt und Pumpen installiert.

Jedenfalls hat man Susanne nie ohne Werkzeug in der Hand gesehen, sie hat gebohrt, geschraubt, gesägt, gehämmert, gestrichen und geschleppt.

Xenia hat auch geschleppt, repariert und v.a. Kräuter und Blumen getrocknet und zu wunderbaren Gebinden und Räuchersticks verarbeitet, als gäbe es kein Morgen mehr.

Und Anja (außer Schleppen) hat Blumen und Kräuter gehegt und gepflegt und ist dem Säen-, Ernte- und Einkochwahn verfallen. Ausbeute: Mehrere Dutzend Gläser eingekochtes Gemüse und über 300 Gläser Marmelade.

Der WDR 5 hat uns besucht und einen ganz wunderbaren Beitrag pünktlich vor der letzten Offenen Gartenpforte ausgestrahlt. ( http://www.sq-erdung.com , Audio)

Und: Wir haben uns eine Hühnerschar zugelegt. Viel mehr dazu direkt im Anschluss.==============================================================
Geschichten aus dem Hühnerstall

Was ist ein Garten für ein Huhn? Wir hatten mal eine Wiese – jetzt haben wir eine Wüste. Es ist unglaublich, wie schnell diese Hühner einen Garten zerstören können. Innerhalb einiger Tage haben sie ihr immerhin 25 Quadratmeter großes Gehege – in dem sie sich wohlgemerkt nur wenige Stunden aufhalten – auf Links gedreht. Jedes Grün ist ausgemerzt. Wir wissen nicht mehr, wohin wir das Gehege umstellen sollen – alles ist platt…..Wir lieben es trotzdem, das dumme Volk! ( Xenia: Ich finde sie sehr weise und lustig)
Der Name ist Programm …. oder nicht?
Als wir unsere Hühner geholt haben, waren wir sehr schnell mit der Namensvergabe. Witzig, wie zutreffend dieser manchmal ist.
Mata Hari, die Mutige Mata ist nicht umsonst die Chefin im Ring. Lola, unser Gartenhund (immerhin fast kniehoch) konnte es nicht lassen. Die Versuchung war zu groß, einem Huhn gegenüber einen auf dick zu machen und sich mit einem Satz draufzustürzen. Da hat sich Lola das falsche Huhn ausgesucht. Mata hat sich aufgeplustert und sich todesmutig dem Feind gestellt. Ende vom Lied: Lola ist völlig entsetzt und irritiert aus dem Garten nachhause geflüchtet und betritt den Garten freiwillig nur noch, wenn alle Hühner im Gehege sind.
Rosa Luxemburg, die StarkeAls Revolutionärin oder Rebellin kann man sie nicht bezeichnen, durchsetzungsstark ist sie allemal. Eine Vize-Chefin, sie steht direkt unter Mata, sie ist im Großen und Ganzen souverän und stänkert nicht unnötig rum.
Coco Chanel, die SchöneSie ist kohlrabenschwarz und einfach nur schön. Coco ist diejenige, die sich am meisten pflegt, putzt und sonnt. Normalerweise. Denn momentan ist sie so gar nicht schön, sie ist in der Mauser. Ganz ehrlich, wir haben noch nie ein so gerupftes, zerzauseltes Huhn gesehen! Coco hat kaum mehr Federn am Hals und gleicht eher einem Geier. Außerdem sind die nachwachsenden Kiele GRÜN (sie ist ja auch eine Grünlegerin), von der Ferne betrachtet sieht sie aus, als schimmelte sie. Glücklicherweise gibt es keinen Spiegel im Garten, würde sie sich jetzt sehen, würde sie zumindest in Ohnmacht fallen. Wir wünschen unserer Schimmel-Liese, dass sie schnell aus der Mauser kommt und dann wie Phönix aus der Asche empor steigt zu neuer absoluter Schönheit!
Zarah, die AusgleichendeOb Zarah Leander ein ausgleichendes Wesen besaß, wissen wir nicht. Unsere Zarah hat eins. Sie ist so ausgleichend, dass sie ihr Ei in die Mitte legt – auch wenn das Nest gerade nicht zur Verfügung steht…
Marie Curie, die NeugierigeSie ist immer die Erste, die ausprobiert, erkundet und erforscht. Neugier, Dein Name ist…Marie. So wissbegierig wie ihre Namensgeberin.
Florence Nightingale …Naja, wenn man es übers Knie brechen möchte, um den Schwenk zur Pionierin der modernen Krankenpflege zu schaffen: Flora war die Erste, die Pflege nötig hatte – sie hatte eine ordentliche Erkältung und musste zwei Tage ins Krankenabteil (ehemaliger Hasenstall). Frida Kahlo, die KurzlebigeGenau wie ihre Namensgeberin Frida Kahlo de Rivera (* 6. Juli 1907 in Mexiko-Stadt, † 13. Juli 1954 ebenda) war unserer Frida ein langes Leben nicht beschert. Sie ist Opfer des extrem heißen Sommers geworden und beim Eierlegen einem Hitzeschlag erlegen…. Seufz.
Amelia Earhart, die VerwegeneAmelia wurde benannt nach einer US-amerikanischen Flugpionierin, die als erste Frau den Atlantik im Alleinflug überquerte. Wundert es jemanden, dass sie die Erste (und bislang Einzige) war, die ausgebrochen ist, das Gässchen überquert hat und im Nachbargarten gelandet ist? Es war nach Unmengen von Lockversuchen ein Kescher notwendig, um sie wieder nachhause zu bringen. Amelia ist mittlerweile leider für immer weggeflogen. Urplötzlich rang sie nach Luft, wenig später ist sie gestorben. Wahrscheinlich ist sie einer Biene (vielleicht auch sonstigen stechendem Insekt) hinterhergejagt und wurde in den Hals gestochen. Wenigstens ging es schnell…das kann passieren, wenn man neben Bienen wohnt.
Bei diesen Hühnern ist der Name eher kein Programm:
Käthe Kollwitz-Kruse, die ZweigesichtigeWie könnte es auch sein, das arme Tier hat einen Doppelnamen. Vielleicht aber auch nicht ganz zu Unrecht, denn Käthe hat zwei Gesichter. Sie ist lieb und zutraulich und hüpft einem auch schon mal auf den Schoß. Andererseits ist sie frech wie Dreck und klaut einem das Futter aus der Hand, wenn es sein muss, mit Gewalt: sie zwickt und hackt. Auch zu ihren Mitbewohnerinnen ist sie nicht besonders nett. Sie zieht ziemlich ruppig die anderen an den Federn.
Clara SchumannSie war so virtuos am Klavier und galt als Wunderkind. Das ist unsere Clara nicht, zumindest erkennen wir ihr Genie nicht…..obwohl: Sie spürt jede Nahrungsquelle auf und schreckt auch vor Übergriffigkeit nicht zurück, das ist ja auch eine Gabe. Hühner-Goodies offen auf dem Stall stehen zu lassen, ist jedenfalls passé. Bertha von SuttnerBertha Freifrau von Suttner war Pazifistin, Friedensforscherin und Schriftstellerin und wurde als erste Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Wenn unsere Berta eines nicht ist, dann ist das friedlich. Sie ist unnahbar und teilt unter den anderen durchaus kräftig aus. Hildegard von Bingen Sie ist unauffällig. Bis jetzt. Ihrer Rasse geschuldet ist sie vom Wesen her ein ruhiges Huhn, im Umgang sehr friedlich und zutraulich. Eine Heilige unter unseren Hühnern? .Aber wer weiß schon so genau, was die Damen alles anstellen, wenn wir nicht da sind, vielleicht ist ja doch mehr dran!?
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Aus dem Schwarm wurden die Schwärme
Am 31. Mai hatten wir unseren ersten Schwarm: Hunderte, Tausende Bienen sammelten sich um ihre Königin im Apfelbaum und ließen sich einfangen…..aber nicht nur einmal, nein, es folgten dieses Jahr noch drei weitere Schwärme.

=============================================================== Zuletzt bleibt noch zu sagen
Wir haben jede Menge Unterstützung und Hilfe gehabt. Viele Menschen, ob Familie, Freunde, Nachbarn oder auch anfangs fremde Menschen, haben uns tatkräftig unterstützt. Ob es nun buchstäblich Ackern im Garten war, Sachspenden, Saatgut, Hühnerfutter oder Erntehilfe.
DANKE, DANKE, DANKE!
„Wenn die Eiskristalle im Licht glänzen, scheint im Winter die ganze Natur zu schlafen. Während der kurzen Tage kommen wir zur Ruhe, schmieden Pläne für das neue Gartenjahr und freuen uns auf wärmere Zeiten!“
In diesem Sinne – bis nächstes Jahr!

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